Ihr wollt mit aktiv werden? Ihr habt Ideen/Anregungen oder Kritik?

Posted: Mai 29th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Ihr wollt mit aktiv werden? Ihr habt Ideen/Anregungen oder Kritik?

Die Besetzung in der Herner131 soll vor allem zweierlei demonstrieren: Offenheit und die Möglichkeit, kollektiv etwas zu verändern bzw. Projekte gemeinsam zu realisieren.

Wenn ihr dabei mit aktiv werden möchtet, Vorschläge für Programmpunkte im Infoladen oder Ähnliches habt: Kommt bei uns vorbei!

Im folgenden findet ihr Infos, welche Möglichkeiten ihr habt.

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Pressemitteilung zum Verkauf der Herner Str. 131

Posted: Juni 22nd, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung zum Verkauf der Herner Str. 131

Seit Montag, 19. Juni, ist das besetzte Haus in der Herner Str. 131 an einen noch unbekannten Investor verkauft. Die Aktivist*Innen der Herner Str. 131 hatten davon bereits am Abend zuvor aus einer anonymen Quelle erfahren und reagierten am vergangenen Nachmittag mit einer Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus. Der Aktivist K. Mietterlich äußerte enttäuscht: “Bei mir war eine Riesen Portion Frust dabei. Das Haus ist schon einen ganzen Monat besetzt, in dem viel Schweiß und Herzschmerz hineingeflossen sind.” “Nach all unserer Arbeit für ein soziales Nachbarschaftszentrum und der Unterstützung, die wir in Hamme dafür bekommen, ist dieser Verkauf hinter unserem Rücken ein Schlag ins Gesicht”, sagte Bianca Setzer, die Pressesprecherin der Besetzung. “Wir sind betroffen von diesem Verkauf und hätten uns gewünscht, dass die Stadt Bochum zuerst das Gespräch mit uns sucht.” Im Anschluss an die Kundgebung führten die Aktivist*innen eine spontane Demonstration über die Kortumer Straße zum besetzten Haus durch. Sie forderten mit Nachdruck “Klarheit von allen Seiten” und wandten sich direkt an die Stadt Bochum und den Eigentümer des Gebäudes: “Ziehen Sie die Anzeige zurück! Wir möchten in der Herner131 bleiben und unsere Vorstellungen von gutem Wohnen und Leben in die Tat umsetzen und zeigen, welches Potenzial Freiraum bietet. Wenden Sie endlich die Zwecksentfremdungssatzung an! Lassen Sie nicht weiter zu, dass leerstehende Immobilien entweder vor sich hin gammeln oder zum Spielobjekt von Mietspekulant*innen werden! Wir wollen ein Bochum für Menschen von Menschen! Wir wollen eine Organisierung von unten! Wir wollen eine Stadt für alle!”

Bianca Setzer: “In den vier Wochen, in denen wir das Haus jetzt nutzen, ist viel passiert. Wir haben Podiumsdiskussionen, Konzerte und Lesungen veranstaltet. Es gab eine kostenlose Sozialberatung. Wir sind mit Nachbar*innen ins Gespräch gekommen, haben uns mit Initiativen aus der gesamten Region vernetzt und haben hier einen Ort gefunden, wo wir ein solidarisches Zusammenleben ohne Rassismus und Sexismus gemeinsam erproben können. Bis jetzt waren hunderte Menschen im Haus und haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht. Mit so großem Rückhalt hätten wir nie gerechnet”, schwärmt die Pressesprecherin.

“Umso ärgerlicher ist es, dass die Stadt nichts tut, um uns aus der aktuellen Situation zu helfen”, erklärt Bianca Sestzer. “Wir möchten eine langfristige Lösung aushandeln. Seit über drei Wochen verweigern sich die Stadt Bochum und Oberbürgermeister Eiskirch unserem Gesprächsangebot. Nicht zu wissen, wer der neue Eigentümer ist und welche Rolle die Stadt bei dem Verkauf des Gebäudes gespielt hat, ist für uns ein untragbarer Zustand.”

“Wir sind leider immer noch eine illegalisierte Besetzung. Wir halten Besetzungen für ein legitimes Mittel, um Leerstand wieder für die Menschen nutzbar zu machen. Allerdings möchten wir nicht dauerhaft in diesem Besetzungsstatus bleiben. Der konstante Räumungsdruck behindert uns bei unserer Arbeit für ein Nachbarschaftszentrum und ist immer noch für viele eine Hürde, das Haus zu nutzen”, erklärt Setzer weiter. “Wir stehen gerade mit verschiedenen Stellen in Kontakt, um Möglichkeiten für eine langfristige Lösung zu finden. Darunter sind die GLS-Bank und das Mietshäuser-Syndikat. Die Stadt könnte uns bei diesen Verhandlungen sehr weiterhelfen, statt uns bei unserer Bitte um Verhandlungen immer wieder auf später zu vertrösten mit dem Verweis darauf, wir sollten erst eine legale Nutzung für das Haus erarbeiten. Doch genau für diesen Schritt fordern wir Gesprächsbereitschaft von Herrn Eiskirch.”


Kommt zur Kundgebung!

Posted: Juni 17th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Kommt zur Kundgebung!

Aufruf zur Kundgebung am Dienstag, den 20.06.2017, um 15 Uhr am Rathaus Bochum

Solidarität mit der Herner Straße 131!
Die Mietpreisbremse kann
nur von unten betätigt werden!

Seit dem 19. Mai wird ein leerstehendes Wohn- und Geschäftshaus an der Herner Straße besetzt. Diese Aktion wurde begonnen, um die widersprüchliche Situation in Bochum zu kritisieren, die wir wie folgt zusammenfassen: Einerseits haben wir mit zirka 7500 Wohnungen eine übermäßig hohe Leerstandsquote, andererseits wird für bestimmte Gruppen von Bürger*innen die Wohnungssuche zunehmend schwieriger. Seien es Betroffene von Erwerbslosigkeit, Geflüchtete oder Studierende. Gleichzeitig besteht die Gefahr von Verdrängung durch „Aufwertung“ von Quartieren und repressiver „Sozialpolitik“, z.B. durch Zwangsräumungen.

Die Aktivist*innen der Herner Straße, ein bunt zusammengewürfelter Haufen, haben 1 gemeinsam: Sie bemühen sich seit vier Wochen darum, unter dem Druck der Räumung, ein Konzept zu erarbeiten, zu diskutieren und umzusetzen, das der Idee eines solidarischen Wohnens nahe kommt. Der Wohnraum soll diskriminierungsfrei und für alle zugänglich sein, heißt: hier wird nicht nach dem Nachnamen gefragt oder ob du eine Arbeit hast.

Am 22. Juni findet die Zwangsversteigerung statt, bei der die Stadt als Gläubigerin auftritt. Eine erfolgreiche Versteigerung an eine*n Dritte*n würde wahrscheinlich das Ende dieser Aktion und des angestrebten Projekts bedeuten.

Bevor das passiert, wollen wir, dass die Stadtverwaltung und die Öffentlichkeit verstehen, dass es den Besetzer*innen nicht (nur) um dieses Haus geht, sondern um viel mehr! Das Haus ist nur ein Beispiel, das die Aktivist*innen für ein auf Solidarität und Teilhabe begründetes (Zusammen-)Wohnen vorführen! Das Haus ist ihr Faustpfand für eine seit langer Zeit überfällige Debatte in unserer Stadt, was das Wohnen sozial und politisch kosten soll, und was es für das urbane Zusammenleben bedeutet, wenn Verdrängung und Entmischung stattfinden.

Die Herner Straße 131 bietet ein Beispiel dafür, wie soziale (Um-)Nutzung und Instandsetzung von unten aussehen kann. Prinzipiell sind die Ideen auf fast alle Häuser, gerade auch in den stark entmischten Stadtteilen, wie z.B. Stiepel, anwendbar!

Eiskirch hat bei einer öffentlichen Veranstaltung in der vergangenen Woche angekündigt, sich am 21. Juni – nur einen Tag vor der Versteigerung – öffentlich zu äußern, wie er mit dieser Situation öffentlich umgehen wolle. Wir fordern daher Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum, dazu auf, die Zwangsversteigerung auszusetzen, um den Besetzer*innen Zeit für ihre Suche zu geben, nach einer im allseitigen Interesse liegenden Lösung für die rechtliche Situation zu finden. Das „bestechend“ nette Angebot durch eine Bank, das Haus zu kaufen, kann Eiskirch nicht von seiner Pflicht entbinden!

Um diesen und weitergehenden Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen wir euch dazu auf, euch am Dienstag, den 20. Juni, ab 15 Uhr mit uns zu versammeln.

 

(Wir weisen euch darauf hin, dass diese Veranstaltung frei sein soll von Partei- und Nationalfahnen sowie Werbung für Banken.)


SoliTresen SquatBo 17.06.2017

Posted: Juni 15th, 2017 | Author: | Filed under: Veranstaltung | Kommentare deaktiviert für SoliTresen SquatBo 17.06.2017

In Bochum steht 1 kunterbuntes Haus mit 1 Tresen aber (k)1 Pfeffi. Pfeffi ist essentiell zum Feiern. Deswegen feiern wir Samstag im Pol.

Ort: Nordpol (Dortmund)                                 Beginn 20:00


Diskussion über Freiräume in der Rotunde – mit OB Eiskirch

Posted: Juni 13th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Diskussion über Freiräume in der Rotunde – mit OB Eiskirch

(Frei-) Räume für Frei Szenen: Goldene Zeiten oder Tanz um die goldene Ananas?

Zu diesem Thema wird am heutigen Dienstag in der Rotunde in Bochum eine Diskussionsrunde statt finden. Ein Thema was uns als Aktivist*innen der Herner131 wie aber auch viele andere stark interessiert und auch betrifft. 

„Doch was wollen eigentlich die (Künstler) so heiß Umworbenen? Freiheit und / oder Sicherheit? Was bedeutet das für das eigene Schaffen? Was bedeutet das für den Stadtteil, wenn ” die Künstler” kommen? Der Verlust der Nachtruhe, höhere Mieten und zynische Bierpreise? Was bedeutet überhaupt ” Freie Szene ”“ lautet es im Veranstaltungsprogram.

Anwesend wird auch der Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch sein und sich an der Diskussion beteiligen. Doch wie kann man als OB sich solchen Themen widmen und sich für freie Szenen stark machen, wenn man auf der anderen Seite Menschen, die eigenwillig versuchen Freiräume zu schaffen, ohne dabei eine Gentrifizierung voran zu treiben, jegliches Gespräch verweigern? Was nützt einer Stadt ein Millionen-Projekt wie das Musikforum wenn es den Menschen verwehrt bleibt, sich selbst kulturell zu organisieren wie in unserem Begegnungscafé – ohne sich dabei von durch die Stadt, Bürokratie und finanzielle Hürden gestoppt zu werden.
Wir freuen uns darüber, wenn in Bochum und anderswo alternative Räume für Kultur geschaffen werden! Jedoch darf man dabei nie Probleme wie die Leerstandslage in Bochum aus dem Auge verlieren und anstelle teuer subventionierter Projekte den Menschen die Möglichkeit bieten, sich selbst solche Räume zu schaffen. Und das in Verbindung mit gemeinsamen Wohnen und einer Begegnung mit der Nachbarschaft, ohne diese durch ein Szene-Viertel mit steigenden Mieten in die Flucht zu treiben.

Wir wollen kein subkulturell geprägtes Viertel, sondern eines in dem sich kreative Freigeister mit Nachbar*innen zusammen tun, voneinander lernen und die Stadt nach gemeinsamen Vorstellungen gestalten. 

Auf diese Forderungen und Fragen verweigert der OB Thomas Eiskirch bis dato allerdings jegliche Gespräche mit den Aktivist*innen in der Herner131. Kommt also morgen um 19:30 in der Rotunde vorbei, stellt unbequeme Fragen und verdeutlicht, dass eine Stadt umkommerzielle Freiräume wie die Herner131 benötigt.


WDR Lokazeit Bericht

Posted: Juni 11th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für WDR Lokazeit Bericht

Auch das WDR Fernsehen hatte Interesse an unsererm Projekt und den in der Pressekonferenz vorgestelltem Konzept.

Und waren positiv über den guten Zustand im Haus überrascht. Hier der Link zu dem Beitrag:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-bochumer-hausbesetzer-fordern-guenstigen-wohnraum-100.html


2. Filmeabend: Überraschungsfilm von „Glitzer und Krawall“: Antonias Welt

Posted: Juni 11th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für 2. Filmeabend: Überraschungsfilm von „Glitzer und Krawall“: Antonias Welt

Auch zu unserer zweiten Filmvorführung erschienen so viele Interessent*innen, dass das Ladenlokal gerade eben allen Platz bieten konnte. Die Gruppe „Glitzer und Krawall“ luden in der Herner131 zu einer Überraschungsfilm Vorführung und leckerer Küche für Alle ein. Gezeigt wurde der Film „Antonias Welt“.
Ein Film, der die Geschichte einer 40 Jährigem Frau Antonia und ihrer Tochter Daniell erzählt, die nach ende des 2. Weltkrieges in ihr Heimatdorf zurückkehrt – und dort zur Außenseiterinnen und Rebellinnen gegen den konservativen Dorfalltag werden. Sie nimmt in ihrem Hof ausgegrenzten Menschen auf und ihre Tochter verhindert eine Vergewaltigung, so dass der Täter das Dorf verlässt. Daniell zieht es in die Stadt um Kunst zu studieren und sich dem Dorfleben zu entziehen. Eigensinnig entschließt sie sich, ohne einen Ehemann ein Kind zu bekommen und wird dabei von ihrer Mutter hilfsbereit unterstützt. Auch ihre Daniells hebt sich ganz klar vom Durchschnitt ab – mit einem ausgesprochenen Talent für Mathematik und Musik. Ihre Mutter verliebt sich darauf in die Lehrerin und sie leben ,untypisch für die Zeit, offen homosexuell.  Gemeinsam widersetzen sie sich der kirchlich geprägten Moral im Heimatdorf. Eine Geschichte von Emanzipation und Widerstand gegen veraltete Norme – ohne dabei in revoluzzer Romantik zu verfallen. 
Wir als Aktivist*innen in der Herner131 sehen uns ganz klar in der Tradition solcher geschichtlichen emanzipatorischen Aktivitäten. Wir stellen uns klar gegen den veralteten Trott die Wohnsituation hin zu nehmen und die Verantwortung dazu an die Stadt ab zu geben. Durch eigensinnige Aktionen wie einer Hausbesetzung widersetzen wir uns solchen Zuständen. Dabei Zielen wir aber auf ein alltägliches Leben ab, und nicht auf militanten Kampf. Gemeinsam mit Nachbar*innen und Personen verschiedenster Gruppen, wie auch Antonia und Daniell auf ihrem Hof, wollen wir in Bochum und darüber hinaus zum Diskurs und zu einer Veränderung beitragen. Und das von unten Nach oben, bis die Stadt unseren Forderungen nach kommt – oder im Film der Priester vom konservativem Predigen ablässt.


Kurzes zur Pressekonferenz

Posted: Juni 9th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Kurzes zur Pressekonferenz

Die gestrige Pressekonferenz war gut besucht. Das Nutzungskonzept (siehe unten) wurde vorgestellt und mit Interesse aufgenommen. Eine Hausführung mit Fotosession inklusive.

Einige Eindrücke seht ihr hier in Bildern.


Nutzungskonzept der Herner 131

Posted: Juni 9th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Nutzungskonzept der Herner 131

Liebe (befreundete) Menschen, liebe Supporter*Innen,

Vielleicht fragt ihr euch, was wir, die Aktivisten*Innen der Herner Straße 131, eigentlich mit dem Haus vor haben. Heute möchten wir euch auch hier im World Wide Web unser vorläufiges Nutzungskonzept vorstellen. Das Haus besteht neben Keller und Dachboden aus drei Etagen. An dem Haus, wie auch aus dem anbeigefügten Grundrissen ersichtlich wird, schließt ein Hof samt Garten an.

Grundsätzlich soll dieses Haus mit seiner gesamten Infrastrastruktur als Ort der Begegnung und des gegenseitigen Austausches für Menschen der verschiedensten Art sein. Für Nachbarn, für Queers, für Geflüchtete, für Aktivist*Innen und alle anderen interessierten Menschen, die gemeinsam die Frage erörtern möchten, wie ein gutes Miteinander möglich ist, im Kleinen wie im Großen. Es soll Platz dafür geschaffen werden, dass Menschen sich hier selbstverwaltet verwirklichen können, jenseits jeglichen kapitalistischen Konsumzwangs. Dabei verstehen wir uns dezidiert nicht als ein rein linkes Projekt, sondern möchten uns für weite Gesellschaftsteile öffnen.

Das Ladenlokal ist das eigentliche Herzstück des Hauses. Dieses kann für Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Konzerte und die ein oder andere kleinere Party genutzt werden. Hierbei wird selbstverständlich weiterhin Rücksicht auf die Nachbarschaft genommen werden. Auch soll hier Raum sein für alternierende Austellungen. Vorstellbar ist auch das regelmäßige Angebot von Hausaufgabenbetreuung, sowie Nachhilfe für Schüler*Innen. Desweiteren gibt es die Überlegungen, dauerhaft einen Kost-Nix-Laden wie eine Kost-Wat-Ecke vornehmlich mit veganen Produkten zu installieren. Gleichzeitig soll das Lokal aber auch als regelmäßiger Treffpunkt für Initiativen und Gruppen sein, die sich gesellschaftlich engagieren oder engagieren möchten, vielleicht sogar in Form verschiedener (DIY-) Workshops.

Die betonierte Fläche des Hofes soll langfristig zum großen Teil aufgebrochen, erschlossen und dem bisherigen Garten als weitere Nutzfläche angeschlossen werden. Sowohl Blumen für das Auge, als auch Gemüse und Kräuter für den Mund sollen nachhaltig angepflanzt werden. Zusätzlich ist es gewünscht, eine offene Küche einzurichten: in Form eines Grillplatzes, Lehmofens oder auch einer Feuerschale. Daneben, um den vorhandenen Raum effektiv zu nutzen, ist es angestrebt, in Zukunft sowohl vertical gardening zu betreiben wie auch Hochbeete anzulegen. Als kleines I-Tüpfelchen dieser einladenden Gestaltung wird hier ein Klettergerüst installiert und Kinderspielzeug ausgegeben, sofern wir weiterhin hier bleiben können. Selbstverständlich wird dann eine gemütliche Sitzecke nicht fehlen, genauso wenig wie Fahrradständer.

Der Keller umfasst insgesamt 7 Parzellen. Diese sollen u.a. als Werkstätten, Fitness- Lager- Probe- und Kunsträume dienen. Auch eine Waschküche soll hier ihren Platz finden.

Die erste Etage soll gesplittet werden. In der linken Wohnung sollen Gemeinschaftsräume installiert werden. Von hier aus sollen in Form eines Büros die hausinternen Prozesse gesteuert und verwaltet werden, wie auch zur allgemeinen Nutzung ein offener PC/Laptop bereitgesteltt werden. Daneben gibt es schon die Küche, die sich hervorragend für die Vorbereitung von KüfA‘s (KüfA = Küche für Alle) eignet, grundsätzlich aber offen ist für alle Menschen, die sich im Haus aufhalten oder künftig aufhalten möchten. Anschließend gibt es noch ein großen Raum, der genau wie das Ladenlokal von den verschiedensten Gruppen/Initiativen genutzt werden darf, genauso wie von den Bewohnenden. Grundsätzlich soll hier eine „Wohnzimmeratmosphäre“ für alle entstehen. Die rechte Wohnung ist als Notunterkunft für Menschen in prekären Wohnsituation bestimmt worden.

Die Wohnungen der zweiten und dritten Etage werden explizit als Raum für Wohngemeinschaften unter der Leitidee vorbehalten, sozialen Wohnraum zu schaffen. Über die Frage WER hier einzieht entscheiden immer die dann schon hier wohnenden Menschen. Das Grundprinzip hierbei ist vor allem eine größtmöglichste Heteregonität herzustellen unter dem gleichzeitigem Motto: miteinander Leben und Lernen in Eigenverantwortung. Hierbei wird vor allem aus einer nichtkapitalistischen Perspektive danach gefragt, welche Ressourcen bringt ein(e) potentielle(r) neue(r) Bewohner*In mit. Es ist gewünscht, dass sich jede(r) Bewohner*In nach Fähigkeit, Bedürfnis und eigenen Möglichkeiten einbringt. Eine Zweckgemeinschaft soll und wird hier nicht entstehen. Dies alles dient einzig dem Ziel, ein Leben den eigenen Wünschen und Vorstellungen nach zu realisieren. Bevorzugt werden hierbei vor allem Menschen aus den sogenannten „schwachen“ Gruppen wie u.a. Geflüchtete, Queers, Wohnungslose, Geringverdiener*Innen, Aktivist*Innen. Sexisten, Homophobe, Rassisten wie Rechtsradikale sind hier von vorneherein nicht erwünscht. Dieses Haus soll, solange wir hier sind, ein von Diskriminerung freier Ort sein, der bezahlbaren Wohnraum schafft. Auch für Familien mit Kindern.

Nachdem der Dachboden gedämmt und isoliert worden sein wird, wie auch ein Trockenboden verlegt worden ist, kann dieser u.a. als offenes Atelier, Nährraum und vielleicht sogar für Akkustikkonzerte genutzt werden. Der sich ebenfalls hier befindliche Telekom-Mast wird uns, sofern wir hier bleiben und uns legal aufhalten dürfen, von finanziellem Nutzen sein.

Wir sind der festen Überzeugung, dass dieses Nutzungskonzept einer Vielzahl von Menschen neue Perspektiven aufzeigt und wir als Besetzer*Innen in einem nicht unwesentlichen Anteil der Gesellschaft im Allgemeinen und den Menschen in der Umgebung der Herner Straße 131 im Konkreten bereits jetzt eine Reihe von Vorteilen erbringen. Wir wehren uns entschieden mit allen uns zur Verfügung stehenden friedlichen Mitteln in Zeiten der allgemeinen Wohnraumknappheit, Mietteuerungen und Gentrifizierung dagegen, sowohl dieses Haus weiterhin vergammeln zu lassen, als auch es etwaigen Mietspekulant*Innen zu überlasssen.

Die Aktivist*Innen/Besetzer*Innen der Herner Straße 131


Auftakt der Filmreihe von Glitzer& Krawall

Posted: Juni 7th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Auftakt der Filmreihe von Glitzer& Krawall

Am kommenden Samstag starten Glitzer& Krawall den Auftakt zu einer regelmäßigen Filmreihe, bei der Dokus sowie Spielfilme zu verschiedenen politisch interessanten Themen im squatbo gezeigt werden sollen.

Es soll ein netter Abend mit warmem Essen gegen Spende, Snacks, Getränken und je nach Lust und Laune spannenden Diskussionen werden.
Diesen Samstag im Programm: ein Spielfilm über das Leben mehrerer Generationen von Frauen in einem kleinen Dorf, die sich patriarchalen und religiösen Konventionen widersetzen. Der Film wird auf deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt.


Tag 17 – Von Zeitreisenden Lemuren und Solidarität mit anderen Hausbesetzer*innen

Posted: Juni 5th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Tag 17 – Von Zeitreisenden Lemuren und Solidarität mit anderen Hausbesetzer*innen

Kulturprogramm soll fortan immer Bestandteil des Infoladens sein. Am heutigen Tag begrüßten wir unsere erste Lesung! Lukas Jöttenn trägt unter dem Thema „Volkswirtschaftlich relevante Träume von Pudeldamen“ von Doughnut Boy, Pudeldamen und zeitreisenden Lemuren in dimensionsübergreifenden Zoos vor. Seine Kurzgeschichten sind zum Teil surreal, eventuell auch anstößlich, aber definitv zum Lachen.Es geht uns darum, in diesen Räumlichkeiten ein diverses Programm zu bieten – nicht zwangsweise mit politischem Fokus.

Wer sich darüber weiter informieren möchte, ist herzlich zu unserer Veröffentlichung des vorläufigen Nutzungskonzteptes, diesen Donnerstag um 19 Uhr, eingeladen.

Des Weiteren haben uns in den letzten Tagen freudige Neuigkeiten und Solidaritätsbekundungen aus neuen Hausbesetzungen in Kassel und Hamburg erreicht. Wir solidarisieren uns ganz klar mit sämtlichen Squats! Lasst uns gemeinsam für Freimräume und alternative Wohnprojekte kämpfen! Wenn ihr weiterhin auch über die neuen Squats informiert bleiben wollt, hier die Möglichkeiten dazu:

Kassel:

Hamburg:

unter dem Hashtag #squathh bei Twitter


Ein kleines, großes Merci für eure Spenden!

Posted: Juni 4th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Ein kleines, großes Merci für eure Spenden!

Unter unserem Twitter-Account (bzw. #squatbosucht) und hier auf der Seite findet ihr regelmäßig Spendengesuche. Manchmal kommen wir gar nicht hinterher, diese Listen zu verwalten, weil aufgrund der vielen Baustellen täglich (und teilweise stündlich!) neue Dinge ihren Weg auf die Liste finden wollen. Abgesehen davon gab es reichlich Eigeninitiative von Nachbar*innen und Unterstützer*innen, die von sich aus mit Angeboten persönlich auf uns zukommen. Gerade dies zeigt, dass Nachbarschaft und Solidarität funktioniert, und gibt uns Ansporn, hier ein großartiges Zentrum auf die Beine zustellen. An dieser Stelle sei euch eine kleine Liste mit den für uns bedeutendsten Dingen zusammengestellt.

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Mo, 5.6., 19 Uhr – Lesung: „Volkswirtschaftlich bedeutsame Träume von Pudeldamen“ (von Lukas Jötten)

Posted: Juni 4th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Mo, 5.6., 19 Uhr – Lesung: „Volkswirtschaftlich bedeutsame Träume von Pudeldamen“ (von Lukas Jötten)


Als Autor steht man gelegentlich morgens senkrecht im Bett, weil man grade eben die perfekte, noch nie dagewesene Geschichte geträumt hat, die einen unsterblich und unanständig reich machen wird. Schafft man es dann, diese Geschichte in Stichpunkten zu notieren, wird man nach dem ersten Kaffee bei einem erneuten Blick in die Notizen in der Regel feststellen, dass man vermutlich doch noch eine Weile dem geregelten Broterwerb nachgehen wird. Immerhin bieten diese Träume dann den Nährboden für surreale Kurzgeschichten von dicken, rasierten Männern, Pudeldamen und zeitreisenden Lemuren.


Do, 8.6., 19 Uhr: Vorstellung unseres (vorläufigen) Nutzungskonzepts

Posted: Juni 4th, 2017 | Author: | Filed under: Veranstaltung | Tags: , , | Kommentare deaktiviert für Do, 8.6., 19 Uhr: Vorstellung unseres (vorläufigen) Nutzungskonzepts

Wir wollen die Herner131 langfristig nutzen!
Neben den permanent voranschreitenden Renovierungsarbeiten/Neueinrichtungen und dem wachsenden Veranstaltungskalender, arbeiten wir deshalb aktuell an einem Konzept, wie genau wir das Haus langfristig nutzen wollen. Da gibt es schon einen Haufen toller Ideen. Diese wollen wir euch gebündelt am Donnerstag, den 8. Juni, um 19 Uhr bei uns hinten im Hof präsentieren. Nach der Vorstellung unseres Nutzungskonzeptes und weiteren Infos zur aktuellen Lage in der Herner131, freuen wir uns, mit euch zu diskutieren. Eure Kritik und eure Anregungen sind uns ebenfalls willkommen.  der Infoladen wird geöffnet sein.


Pressemitteilung: Hausbesetzer*innen suchen Gespräch mit Stadt

Posted: Juni 1st, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung: Hausbesetzer*innen suchen Gespräch mit Stadt

Einstweilige Verschiebung der Zwangsversteigerung gefordert

Bochum. Die Aktivist*innen aus dem besetzten Haus in der Herner Straße 131 wenden sich in einem offenen Brief an die Stadt Bochum. In dem Schreiben, welches am Donnerstag dem Büro von OB Eiskirch und weiteren Vertretern der Stadt übergeben wurde, wird um eine Gesprächsaufnahme gebeten.

Die Aktivist*innen sind zuversichtlich eine gemeinsame Lösung zu finden und wollen ein dauerhaftes Nutzungkonzept erarbeiten. „Das Haus ist nun seit fast zwei Wochen besetzt und wird von uns systematisch in Stand gesetzt. Im seit 16 Jahren leerstehenden Ladenlokal wurde ein Begegnungscafé eröffnet, es fanden bereits verschiedene Veranstaltungen mit teilweise bis zu 300 Gästen statt“ so Aktivistin Bianca Setzer.

Unter dem Motto „Instandbesetzen statt Kaputtbesitzen“ soll gemeinsam mit der Nachbarschaft ein Konzept für die langfristige Nutzung des Hauses erarbeitet werden. Hierfür sei es allerdings dringend notwendig, eine einstweilige Verschiebung der Zwangsversteigerung zu veranlassen. „Als Gläubiger*in ist die Stadt Bochum in der Pflicht. Sie hat nicht nur eine mögliche Räumung zu verantworten, sondern auch die Möglichkeit, die für den 22. Juni angesetzte Zwangsversteigerung auszusetzen um eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden“ so Setzer weiter.

Im Folgenden finden Sie den offenen Brief im Wortlaut:


Bochum, den 31. Mai 2017
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch
Bochum Rathaus
Willy-Brandt-Platz 2-6
44777 Bochum

Schreiben zur Gesprächsaufnahme zwischen den AktivistInnen und der Stadt Bochum.

Sehr geehrter Herr Eiskirch,

mit diesem Brief möchten wir, die AktivistInnen der Herner Straße 131, uns an die Stadt Bochum wenden. Es soll vorrangig darum gehen, eine gemeinsame Lösung für die aktuelle Situation zu finden.

Seit fast zwei Wochen ist die Herner Straße 131 besetzt. In dieser Zeit wurde intensiv damit begonnen, das Haus zu renovieren und instand zusetzen. Zudem wurde in dem seit 16 Jahren leerstehenden Ladenlokal des Hauses u.a. ein Begegnungscafé eröffnet. Es fanden bereits verschiedene Veranstaltungen mit teilweise bis zu 300 Gästen statt. Wir wollen „Instandbesetzen statt Kaputtbesitzen“.

Derzeit arbeiten wir, gemeinsam mit der Nachbarschaft, an dem Konzept für die langfristige Nutzung des Hauses und sind darauf bedacht, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden. Für eine detaillierte Ausarbeitung dieses Konzeptes in Absprache mit der Besitzerin und der Stadt erachten wir es als notwendig, eine einstweilige Verschiebung der Zwangsversteigerung zu veranlassen.

Wir würden uns über Ihr Entgegenkommen sehr freuen. Wir sind offen für Gespräche und Verhandlungen. Um über diese und weitere Punkte mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, bitten wir hiermit um einen Termin mit Ihnen und hoffen auf zeitnahe Rückmeldung.

Viele Grüße,
die AktivistInnen aus der Herner Straße 131


Wir sind das Gegenteil von Grau

Posted: Mai 31st, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Wir sind das Gegenteil von Grau

Auch heute gehen vor allem innere Renovierungen voran, die wir zu einem späteren Zeitpunkt bei Fertigstellung veröffentlichen werden. Die Arbeitsgruppe an Aktivist*innen die sich um das Programm kümmert, welches die Herner131 zu mehr als einem Wohnprojekt macht, hat viel geplant für die kommenden Tage. Ein großer Programmpunkt ist die Filmvorführung des Filmes „Das Gegenteil von Grau“. Die Produktion von Matthias Coers und unseren Unterstützer*innen Recht auf Stadt Ruhr befasst sich mit dem alternativen Leben in praktischen Utopien, entstanden in Leerständen wie der Herner131 im Ruhrgebiet.

„Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.“

Was der Film zeigt, ist genau das, was auch bei uns in der Herner131 passiert. Aktivist*innen die sich eben nicht damit zufrieden geben möchten, wie immer mehr Leerstände entstehen während gleichzeitig verschiedenste Gruppen vom Wohnungsmarkt ignoriert/diskriminiert werden. Das Wohnen immer automatisch auch bedeutet, sich in ein abhängiges kapitalistisches Verhältnis zu begeben. Und dass unsere Städte dabei zusehen.
So wie im Film auch gezeigt, haben wir keine Lust mehr darauf, zu Warten bis die Städte aktiv werden, sondern sehen einen Teil der Lösung darin, direkt aktiv zu werden. Dazu gehört es auch, Leerstände wie die Herner131 zu besetzen. 

Also: wir freuen uns über alle Interessent*innen, die sich auch für unser Projekt interessieren! Kommt vorbei, schaut den Film, trinkt was und lasst uns gemeinsam debattieren wie praktische Utopien umgesetzt werden können. Wir werden kämpfen und nicht nur träumen!

 


Essensspende für die Küfa morgen (Küche für alle)

Posted: Mai 31st, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Essensspende für die Küfa morgen (Küche für alle)

Neben dem dauerhaft bestehenden Bedarf an Essensspenden, haben wir hier eine Seperate Liste. Warum? Am morgigen Donnerstag möchten wir euch in unser Café/Keinpe einladen. Und dazu soll es auch gespendetes Essen geben, das Prinzip der Küfa. Wenn ihr uns also dabei Unterstützen wollt, schaut doch mal schnell ob ihr etwas für uns/alle Besucher morgen etwas übrig habt.

 

-Zwiebeln

-Möhren

-Paprika

-Kartoffeln

-Fenchel

-Kohlrabi

-Gewürze: Curry, Paprika, Pfeffer, Basilikum, Thymian

-Kreuzkümmel

-Olivenöl

-Reis

-Tomaten

-Ein Gemüsemesser

-Gemüsebrühe

-Ingwer


Tag 12 – Offenes Plenum und weitere Renovierungen

Posted: Mai 31st, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Tag 12 – Offenes Plenum und weitere Renovierungen

Nachdem am gestrigen Tag die Aktivist*innen Ruhe haben walten lassen um Kräfte zu sammeln, zeigt sich diese Pause heute in neuem Tatendrang. Das große öffentliche Plenum steht an, in dem auch über die Zukunft der Herener131 debattiert werden soll. Doch dazu später mehr. Zunächst sind wir mit den weiterhin vorhandenen Renovierungsaufgaben konfrontiert und setzen heute den Fokus auf Toiletten und Hygiene-Strukturen. Alle die uns bei unseren bisherigen Veranstaltungen besucht haben, werden sich erinnern, dass bis dato die Toilettensituation nicht optimal war, mit nur einer offenen Toilette für Aktivist*innen und Besucher. Das hat sich heute endlich geändert. Durch das Wegräumen von Sperrmüll und Bauschutt und neue Sicherheits-strukturen konnten die wir Toilette im Erdgeschoss erschließen. Diese soll fortan von Besucher*innen und Interessent*innen genutzt werden können, ohne den umständlichen Weg über die Leiter zu nehmen. Die Toiletten werden über den Garten/Innenhof zugänglich sein. Auch in anderen Räumen und Etagen wird weiterhin fleißig gewerkelt, dazu kommt in den nächsten Tagen allerdings noch ein ausführlicher Beitrag.
Nicht nur für Aktivist*innen ist die immer besser werdende Wohnsituation angenehm, sondern auch Besucher*innen erfreuen sich an der neuen Gestalt der Herner131. Auch heute kamen viele Interessent*innen in das besetzte Haus. Das offene Plenum im Infoladen stellte sich gemeinsam der Frage, wie die Gestaltung der Herner131 weiter laufen soll. Entscheidend dabei ist vor allem, wie es den Aktivist*innen möglich sein wird, das Haus weiter zu gestalten, ohne konstant dem Druck einer möglichen Räumung gegenüber zu stehen. Soll das Haus über ein Mietshaussyndikat kollektiv angeeignet werden, oder soll ein Duldungsvertrag mit der Stadt ausgehandelt werden um wie gehabt fort zu fahren? Beides hat seine Vor- und Nachteile, doch im Plenum klingt die Idee des kollektiven Aneignens positiv an, bei welches das Haus nicht von Einzelpersonen besser und Verwaltet wird, sondern von denen, die es nutzen. Die Herner131 als gemeinsamer Besitz, der nicht zur persönlichen Bereicherung dient, sondern dazu genutzt wird, um Wohnraum zusammen zu gestalten. Resultat aus dieser Situation sind eine Vielzahl an notwendigen Gesprächen und Ideen die ausgearbeitet werden, aber es geht voran. Das Projekt der Herner131 ist keine abstrakte Besetzung mehr. Gemeinsam mit solidarischen Unterstützer*innen und Nachbar*innen wird die Herner131 zum Exempel für alternative Wohnungspolitik, losgelöst von einem kapitalorientierten Markt und individuellem Besitz.


Ruhetag ist nicht gleich Ruhetag

Posted: Mai 30th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Ruhetag ist nicht gleich Ruhetag

Auch wenn heute – um Kräfte zu erholen – vermeintlich nicht gearbeitet werden sollte in der Herner131, passiert weiterhin so einiges – wenn auch diesmal nicht so viel renovierungstechnisches. 
Der Tag soll entspannt angegangen werden und so wird hier und da vereinzelt etwas gewerkelt . Der Fokus liegt allerdings auf der Leichtigkeit des Sommer-Lebens. Die meiste Zeit entspannen die Aktivist*innen im Garten und kühlen sich ab. Es werden alkoholfreie (ja, wirklich alkoholfreie) Cocktails serviert, mit Minze aus dem eigenen Garten. Wir fühlen uns einfach wohl. Nicht weil wir hier sitzen und denken es sei alles geschafft, sondern weil wir mit Freude auf das zurückblicken, was in den Letzten 10 Tagen passiert ist. Wir sind noch da, die Herner131 wird renoviert und wir bekommen weitere Solidaritätsbekundungen/spenden. 
Um 19:00 Uhr passiert doch noch etwas: Recht auf Stadt hält ein solidarisches Treffen im Infoladen der Herner131 ab, um auch darüber zu sprechen, wie die Herner131 weiterhin effektiv Unterstützung erfahren kann. Recht auf Stadt diskutiert über Themen, die den Wandel und die Veränderung von Städten betrifft und wie diese kollektiv und kreativ mitgestaltet werden können. Für Recht auf Stadt ist die Herner131 ein willkommenes Beispiel, um nicht nur die Debatte über ungenutzte Leerstände erneut ins Licht zu rücken, sondern auch um eben Teil zu nehmen an dieser alternativen Gestaltung. 
Außerdem stellte sich heute eine Journalistin bei uns vor, die die morgigen 24 Stunden gemeinsam mit den Aktivist*innen verbringen wird, um sich ein detailliertes Bild davon zu machen wie wir das Gebäude renovieren und was unsere weiteren Pläne sind. Denn der aktuelle Zustand soll nicht einfach weitergeführt werden, wir wollen auch langfristig hier unsere Pläne realisieren können. Es liegt nun daran, Gespräche mit verschiedenen Kontakten zu führen und Strategien auszuarbeiten. Möglichkeiten dazu wären unter anderem:

-Die Gründung eines Mietshaussyndikates und der legale Erwerb des Hauses – kollektiv und unkapitalistisch.
-Das durchsetzen eines mietfreien Wohnens mit Duldungsvertrag um sich radikal mit der Eigentumsfrage auseinander zu setzen.

Wer Teil davon sein will, was langfristig mit der Herner131 passieren soll: Kommt morgen um 19:00 in den Indoladen in der Herner131 und lasst euch informieren und debattiert mit uns.


Diskussion: Zwischen „Wohnungen für alle“ und Mietshaussyndikat

Posted: Mai 29th, 2017 | Author: | Filed under: General | Kommentare deaktiviert für Diskussion: Zwischen „Wohnungen für alle“ und Mietshaussyndikat

Dienstag um 19 Uhr im Squat: Fortsetzung der öffentlichen Diskussion über (diesen) verdammten Leerstand.

Wo wir stehen

Seit über einer Woche wird die Herner Straße 131 besetzt. Ein Ladenlokal, das als „Infoladen“ dient, wurde am Samstag mit Kaffee und Kuchen eröffnet. Sonntagnachmittag legte der Bochumer Umsonstladen einen Teil seiner Artikel zum Verschenken aus. Ein Rechtshilfevortrag informierte über Strafandrohungen für Besetzer*innen. Das Haus ist unübersehbar zum Leben erwacht.

Fragen über Fragen

Während das Ladenlokal nach und nach für verschiedene Veranstaltungen geöffnet wird und auch manche Wohnungen „wohnlich“ eingerichtet werden, stellen wir uns viele Fragen darüber, wie wir das Haus weiter nutzen wollen und auch können. Die Podiumsdiskussion gab uns viele Anregungen zu Verhaltensstrategien und wer was davon haben soll.

  • Wollen wir ein Mietshaussyndikat gründen und damit das Haus legal erwerben? Oder sollen wir bis zur Räumung und darüber hinaus weiter praktisch den kapitalistischen „Sachzwang“ des Mietverhältnisses herausfordern?
  • Wollen wir hier für ‚uns‘ ein mietfreies Wohnen, etwa mit Duldung, durchsetzen? Oder sollen wir die Eigentumsfrage radikal stellen, etwa mit der Parole „Wohnungen für alle und zwar umsonst“?
  • Wollen wir einigen Wenigen Wohnraum bieten, die ihn am Dringlichsten benötigen und damit den bröckelnden Sozialstaat aus der Verantwortung nehmen? Oder fordern wir eine gänzlich andere Auffassung von Sozialwesen?
  • Oder vielleicht alles zusammen?

Wie du uns (sonst noch) helfen kannst.

Einbringen kannst Du dich schon jetzt über unsere selbstorganisierte AG-Struktur. Jeden Dienstag (19 Uhr) und Samstag (16 Uhr) hast du die Gelegenheit, dich mit Vorschlägen für die AGs und Übernahme von Aufgaben einzubringen. Wir zählen auf dich! Im Kampf gegen die drohende Räumung und die Gretchenfrage: Warum du einen Großteil deines Einkommens für das Dach über deinem Kopf ausgibst.